Verregneter Juli

Einbußen auf Campingplätzen und hochalpinen Hütten

Vorarlberg
27.08.2025 18:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Trotz des Dauerregens im Juli ist die Sommersaison in Vorarlberg bislang sehr zufriedenstellend verlaufend, resümiert Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus. Die meisten Gästeankünfte verzeichnete die Bodenseeregion.

Trotz des verregneten Julis steht bislang ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber der Sommersaison von Mai bis Juli 2024 – ein Ergebnis, mit dem Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus, recht zufrieden ist: „Natürlich ist der Juli mit einem leichten Minus etwas abgefallen“, analysiert er. Dieses ist allerdings überschaubar, in Summe wurden gerade einmal 1,5 Prozent weniger Nächtigungen verzeichnet.

Christian Schützinger, Geschäftsführer Vorarlberg Tourismus.
Christian Schützinger, Geschäftsführer Vorarlberg Tourismus.(Bild: petra rainer)

Zu spüren bekommen hätten die Schlechtwetterfolgen vor allem die Betreiber von hochalpinen Unterkünften sowie Campingplätzen. „Es ist nicht zwingend so, dass man diese Plätze im Voraus buchen muss. Es gibt viele Camper, die auf dem Weg Richtung Süden ein bis zwei Tage Zwischenstation in Vorarlberg machen – allerdings nur, wenn das Wetter halbwegs passt.“ Verantwortlich für das Plus unterm Strich seien viele Beteiligte. Ganz wichtig – gerade auch in Hinblick auf wechselnde Wetterbedingungen – sei die Vielfalt von Angeboten. Und natürlich müssten diese auch entsprechend kommuniziert werden: „Digitale Medien spielen dabei eine immer größere Rolle“, weiß der Experte.

60 Prozent der Urlauber sind Stammgäste
Einen ganz entscheidenden Anteil am Plus hätten auch die vielen Stammgäste. Mehr als 60 Prozent der Vorarlberg-Urlauber reisen regelmäßig ins westlichste Bundesland Österreichs und buchen ihren Aufenthalt bereits lange im Voraus. „Das spricht auch für eine gute Verbindung zwischen den Gästen und den Gastgebern“, berichtet Christian Schützinger. Kontinuität herrscht auch bezüglich der Herkunftsländer der Gäste. Auf die Deutschen ist nach wie vor Verlass (plus 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), nach einer kleinen Delle hat auch die Zahl der Gäste aus der Schweiz und Liechtenstein (plus 3,1 Prozent) wieder zugelegt. Eine große Affinität zum Ländle hegen traditionell auch die Niederländer – auch wenn die „Oranje“ in diesem Jahr ein wenig ausgelassen haben (minus 1,2 Prozent).

Zahlen

686.000 Gäste besuchten in der laufenden Sommersaison (Mai bis Juli 2025) die Urlaubsregionen in Vorarlberg. 2.091.900 Übernachtungen wurden insgesamt gebucht. 

Was die beliebtesten Destinationen angeht, liegen das Montafon, der Bregenzerwald und das Kleinwalsertal bei den Nächtigungszahlen nahezu gleich auf. „Der Arlberg ist im Sommer immer etwas schwächer. Mit Abstand die stärksten Ankunftszahlen hatte die Bodenseeregion“, so Schützinger. Nicht zuletzt habe dies an den zahlreichen Veranstaltungen – allen voran natürlich die Bregenzer Festspiele – gelegen. In der Regel würden die Gäste ein bis zwei Nächte bleiben. Nach dem starken Sommer hofft der Tourismuschef nun auf einen goldenen Herbst. „Im Prinzip geht die Sommersaison von April bis November. Das macht uns ein wenig unabhängiger von den klassischen Hochsaisonzeiten.“

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