22.12.2013 19:48 |

EU-Subventionen

Neuer Reaktor: Briten fordern täglich 4 Millionen

Großbritannien hat aus der Katastrophe von Fukushima nichts gelernt und setzt auf eine nukleare Renaissance. An der Südwestküste entsteht ein neuer Meiler - und dafür fordern die Briten Milliarden an Subventionen. Genehmigt die EU die Förderungen, werden wohl auch andere Länder auf diese Atomkraft-Masche aufspringen.
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Die Briten wollen einen garantierten Fixpreis für die Abnahme von Atomstrom - 35 Jahre lang inflationsgesichert. Konkret geht es dabei um den Bau eines neuen Meilers in Hinkley Point an der Südwestküste der Insel.

Anschober: "Risikolose Gelddruckmaschine"
"Die verlangten Subventionen sind doppelt so hoch wie die Förderungen von Solarstrom-Kleinanlagen. Das Kraftwerk würde eine tägliche Förderung von mehr als vier Millionen Euro erhalten", so der oberösterreichische Umweltlandesrat Rudolf Anschober (Grüne). Er bezeichnet diesen Atomdeal als "risikolose Gelddruckmaschine".

Bis Mitte 2014 soll die EU nun entscheiden, ob die Subventionen europarechtskonform sind. Werden die Zuschüsse genehmigt, drohen, so Anschober, viele Nachahmer, wie etwa der tschechische Reaktor Temelin, der ausgebaut werden soll, weiters ein gigantischer Subventionswettlauf und drastisch steigende Strompreise. Anschober fordert daher von der heimischen Regierung, präventiv Klage beim Europäischen Gerichtshof einzureichen - um der EU-Kommission den Rücken zu stärken und den Druck auf die Atomlobby zu erhöhen.

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