Von Tulln ganz nach oben – Roman Bauer hütet Österreichs höchsten Turm und hat das weite Land dabei immer im Blick. „Ich habe das vermutlich spektakulärste Büro in Österreich – mit 252 Metern Höhe, 360-Grad-Aussicht und Heimatblick inklusive“.
Seit mehr als einem Jahr ist der gebürtige Tullner Geschäftsführer des Wiener Donauturms. Und der Topmanager gesteht: „Ich habe kein Heimweh – ich kann ja Tulln – auch wenn ein Berg dazwischen ist – am Horizont erahnen. Immerhin kann ich meine Blicke bis zum Schneeberg und der Rax schweifen lassen, und nach Klosterneuburg sowieso!“
Wer denkt, der Geschäftsführer schwebe seit Amtsantritt über den Dingen, irrt aber gewaltig. Zwar schießt er täglich mit dem Lift in luftige Höhen, doch sein Zugang ist bodenständig, herzlich und visionär zugleich. Der ehemalige Gastronom aus einer Unternehmerfamilie bringt nicht nur einen Sinn für guten Geschmack mit, sondern auch ein feines Gespür für Gästeerlebnisse. „Wir verstehen uns als Erinnerungsdesigner“, sagt Bauer über sein Team – und genau das spüren auch die Besucher.
Die Zahlen sprechen für sich: 2025 konnte der Donauturm ein Besucherplus von zehn Prozent verbuchen. Besonders die neue Rutsche – Europas höchste – sorgt seit Ende 2023 für Nervenkitzel.
Mehr als 150.000 Menschen sind bereits in sieben bis neun Sekunden von 165 auf 150 Meter hinuntergerutscht. Doch Bauer strebt mehr als bloße Besucherrekorde an. Er will den Turm als lebendigen Treffpunkt weiterentwickeln – mit neuen kulinarischen Ideen, stimmungsvollen Events und offenem Haus für Familien, Freundesrunden und Firmen: „Ein Wahrzeichen wie unseres braucht Weitblick – nicht nur architektonisch, sondern auch im Denken“. Was ihm im „Krone“-Interview besonders wichtig ist? Die Verbindung von Wiener Lokalstolz mit internationaler Strahlkraft. Und dabei darf natürlich ein kleines Stück Tulln nie fehlen – als tägliche Erinnerung ans Zuhause.
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