Wie digital ist NÖ?

Vielen Landsleuten ist KI noch ein bisserl suspekt

Niederösterreich
04.07.2025 05:45

Künstliche Intelligenz verändert den Alltag. So richtig dicke Freunde sind Niederösterreicher und KI aber noch nicht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

Die technologische Entwicklung hinterlässt in Niederösterreich deutliche Spuren. 63 Prozent der Bevölkerung erkennen bereits digitale Veränderungen vor allem in der Wirtschaft. Das zeigt eine Befragung des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD). Die Landsleute stehen diesem Trend aber noch skeptisch gegenüber. Nur 45 Prozent sehen diese Entwicklung positiv. Wobei Menschen unter 30 Jahren die digitale Revolution im weiten Land deutlich optimistischer beurteilen.

Noch ein weiter Weg
Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist überzeugt: „Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen. Diese wollen wir gemeinsam für Niederösterreich nutzen.“ Bis es so weit ist, wird sie viele ihrer Landesbürger auf dem Weg in die digitale Zukunft aber noch ein gutes Stück weit an der Hand müssen. Zwar haben, wie die IFDD-Umfrage zeigt, bereits 83 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher Erfahrungen mit KI gemacht. 59 Prozent nutzen die Hilfe von KI im privaten Bereich. Im Berufsalltag trauen sich indes erst 36 Prozent über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Und auch da sind es vor allem die Unter-30-Jährigen,  die Vertrauen zu den digitalen Helferleins haben. Sie erhoffen sich davon Effizienzsteigerung, Kostensenkung sowie neue Geschäftsmodelle.

Zitat Icon

In Niederösterreich investieren wir in Forschung, Digitalisierung und Innovationen. Das sind die wahren Wachstumsmotoren. Gerade für kleinere und mittlere Betriebe ist KI ein  Schlüssel zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.  

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Unwissen und Sorgen
Die Skepsis in weiten Teilen der Bevölkerung mag auch von mangelndem Wissen herrühren. Denn zwischen Enns und Leitha schätzen nur 21 Prozent ihre Kenntnisse über KI als gut ein. Nahezu ein Drittel rangiert noch zwischen schlecht und sehr schlecht. Und viele Niederösterreicher beschleicht im Zusammenhang mit KI noch ein mulmiges Gefühl: „Deep-Fakes, Betrugsversuche, Datenschutzprobleme und Job-Verlust werden als Risiken wahrgenommen“, analysiert IFDD-Chef Christoph Haselmayer. Fünf Prozent lehnen KI grundsätzlich ab.

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