Viel zu schmal ist beim Alkohol der Grat zwischen Genuss und Missbrauch, weiß Dr. Hans Haltmayer, ärztlicher Leiter der Suchthilfe Wien, zu berichten. Denn erste Anzeichen würden viel zu schnell übersehen, so der Mediziner weiter. Als ein Alarmsignal gelte zum Beispiel schon, wenn man "jeden Tag trinkt und es nicht schafft, beispielsweise zwei alkoholfreie Tage in der Woche einzulegen", erklärt Haltmayer.
Party mit Freunden, ein Feierabend-Bier oder ein Schnapserl zur Verdauung – Alkoholsucht kommt oft schleichend und wird meistens unterschätzt. Oft so lange, bis es zu spät ist. Denn schon vermeintlich geringe Mengen reichen: Bei Frauen sind dies etwa zwei Viertel Wein oder zwei Krügel Bier pro Tag, bei Männern drei Viertel Wein oder drei Krügel Bier pro Tag, erläutert Dr. Haltmayer. Jährlich sterben rund 8.000 Menschen an den Folgen der Sucht. Männer sind übrigens gefährdeter, abhängig zu werden, als Frauen. Besonders hoch ist die Gefahr bei Männern über 50 Jahren.
Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol
Was aber tun, wenn der Verdacht besteht, dass ein Freund, ein Verwandter oder ein Kollege Gefahr läuft, in die Alkoholsucht zu kippen? Feingefühl sei in diesem Fall wichtig, ist sich Dr. Haltmayer sicher.
Eine gute Nachricht gibt's aber zum Schluss: In Wien steigt die Zahl der Abstinenzler leicht an. Wer sich aber verantwortungsvoll verhält und bewusst mit dem eigenen Alkoholkonsum umgeht, der muss auch jetzt nicht auf Glühwein, Sekt und Co. verzichten.











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