Am Weltfrauentag kämpften in der Wiener Arena Wrestlerinnen auf der Bühne im wahrsten Sinne des Wortes für mehr Sichtbarkeit. Die Show war mit rund Tausend Fans ausverkauft, die nächste ist schon in Planung. Co-Veranstalterin Sophie Veigl erklärte uns, warum es aber trotzdem „keine Frauenshow war.“
Es wird gejubelt, gebuht, gelacht, geschrien und applaudiert. Und vor allem wird „Fetzerei“ skandiert. Wenn sich schrille Charaktere auf der Bühne schauspielerisch eine „vollieren“, dann ist man beim „Underground Wrestling“ gelandet. Wobei so Untergrund ist das ganze gar nicht mehr. Bei der „Spezialausgabe“, dem „FLINTA Fightclub“, am Weltfrauentag, strömten an die Tausend Fans in die ausverkaufte Wiener Arena. „Eine Frauenshow in dem Sinne war es aber trotzdem nicht ...“
„Wir sind eine feministische Show, die vor allem Frauen hat, aber auch queere Personen und Verbündete im Wrestlingbetrieb, die Frauen im Wrestling schon immer unterstützt haben. Eine reine Frauenshow wäre vielleicht in den 90ern revolutionär gewesen“, erklärt Co-Veranstalterin Sophie Veigl. “Die Idee dahinter ist, in der sehr männerdominierten Szene eine eigene Bühne zu bieten.“ Bei den zwei vorherigen Anläufen war diese Bühne im Weberknecht am Wiener Gürtel mit knapp 300 Personen aber noch deutlich kleiner. „Wir haben am Sonntag die größte feministische Wrestling-Show Europas auf die Beine gestellt, das ist schon richtig, richtig cool.“
Das Publikum war zwar wie bei den „klassischen Shows“ der WUW (World Underground Wrestling) recht studentisch, aber doch um den Ticken breiter aufgestellt. So beuschten auch einige Ü40er die altehrwürdige Veranstaltungsstätte im dritten Bezirk, feuerten etwa „Rosi“ oder „X-Dream“ bei der „Fetzerei“ an. „Das wünschen wir uns auch, im besten Fall vermischt sich das Publikum und man kann den Neuankömmlingen zeigen, dass das einfach wahnsinnig viel Spaß macht.“
Eine Philosophiedozentin als Schiedsrichterin
Sophie selbst war übrigens als Schiedsrichterin im Einsatz, im Brotberuf gibt die 32-Jährige als Philosophiedozentin den Ton an. Ihr Resümee des Abends? „Das Event hat eindrücklich zu Beweis gestellt, dass Wrestling in Europa bunt, laut und queer sein kann – und dass es dafür jede Menge Nachfrage gibt.“ Deshalb ist die nach dem „Fightclub“, auch vor dem „Fightclub“. „Die Vorbereitungen für nächstes Jahr laufen schon – wir sammeln gerade Feedback um die Show jedes Jahr noch ein Stückchen besser zu machen.“
Tickets für 2027 gibt es bereits unter tickets.arena.wien oder auf oeticket.com.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.