Epizentrum im Meer
Erdbeben erschüttert süditalienische Küste
Ein Erdbeben der Stärke 5,9 ist in der Nacht auf Dienstag in der süditalienischen Region Kampanien gemeldet worden. Das Epizentrum lag im Meer vor der Küste in einer Tiefe von 414 Kilometern.
Damit lag das Beben deutlich tiefer als die meisten Erdbeben in Italien, die üblicherweise in der oberen Erdkruste entstehen. Über Schäden oder Verletzte war zunächst nichts bekannt. Grundsätzlich können bei einer Stärke zwischen 5 und 6 ernste Schäden bei anfälligen Gebäuden entstehen, bei robusten maximal leichte. Beben in solch großen Tiefen verlieren auf dem Weg zur Erdoberfläche allerdings an Energie, weshalb die Erschütterung im Regelfall geringer ausfällt als bei einem vergleichbar starken Beben in geringer Tiefe.
Laut dem italienischen Institut für Geologie und Vulkanologie (INGV) wurde das Erdbeben wenige Minuten nach Mitternacht registriert. Es hat sich in der Nähe von Piano Liguori und Barano d‘Ischia ereignet. Laut dem GFZ Helmholtz-Zentrum für Geowissenschaften in Potsdam lag das Epizentrum unmittelbar vor der Millionenstadt Neapel im Tyrrhenischen Meer.
Hier sehen Sie ein Posting zu dem Erdbeben:
Auf Capri und in Rom zu spüren
Zu spüren war das Ereignis demnach unter anderem in Anacapri und Capri, bekannten Urlaubsorten an der Küste. Auch in Kalabrien wurden Erschütterungen gemeldet. Beim Europäisch-Mediterranen Seismographischen Zentrum (EMSC) gingen sogar Meldungen aus Rom ein.
Unser Nachbarland Italien wird immer wieder von größeren Erdbeben erschüttert. Vor allem die Region Kampanien mit dem Vulkan Vesuv und dem Supervulkan im Gebiet der Campi Flegrei „(Phlegräische Felder“) gilt als besonders gefährdet.








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