"Die Euro-Zone braucht eine vollständige politische Union, entweder von allen Staaten oder nur von einem Kerneuropa. Das ist der einzige Weg, wenn die Euro-Zone nicht auseinanderfliegen soll", sagte Greenspan. Der ehemalige Fed-Chef äußerte allerdings Zweifel, dass es zu einer politischen Union in Europa kommen werde: "Die deutsch-deutsche Wiedervereinigung zeigt, wie schwer selbst in einem gemeinsamen Staat die kulturelle Angleichung ist."
Die deutsche Bundesbank sei der größte Kreditgeber der Euro-Zone. Die anderen Zentralbanken der Mitgliedsstaaten stünden bei der Bundesbank mit 570 Milliarden Euro in der Kreide. "Sie erwarten, dass Deutschland alles bezahlt. Daran sehen Sie, dass das System nicht besonders gut funktioniert", sagte der 87-Jährige. Es bestehe demnach kein Gleichgewicht.
"Bankenunion ist logischer Schritt"
Positiv bewertet der ehemalige Fed-Chef den Vorstoß, mit einer Bankenunion die Finanzregulierung von der nationalen auf die europäische Ebene zu heben. "Natürlich, wenn man auf eine politische Union zusteuert, ist eine Bankenunion ein logischer erster Schritt dorthin."










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