Flüchtlinge gerettet

Mission "Mare sicuro" zeigt erste Erfolge

Ausland
15.10.2013 09:39
Die von der italienischen Regierung gestartete Patrouille-Mission zur Rettung von Flüchtlingen im Meer zeigt bereits Resultate. Etwa 400 Migranten wurden in der Nacht zum Dienstag vor Lampedusa gerettet.

Ein Schlauchboot mit 80 Personen an Bord wurde bereits in libyschen Gewässern lokalisiert und von der italienischen Küstenwache nach Sizilien geführt. Zwischen Malta und Lampedusa, wo sich am Freitag ein Flüchtlingsunglück mit 35 Toten ereignet hatte (siehe Infobox), wurde ein Boot mit 250 Menschen aus Eritrea von Schiffen der italienischen Marine gerettet. Die Migranten wurden auf Lampedusa gebracht. Ein weiteres Boot mit 80 Personen an Bord wurde 35 Seemeilen von Sizilien lokalisiert.

"Mare sicuro" ("Sicheres Meer") heißt die Mission, mit der die Regierung von Enrico Letta eine stärkere Überwachung im Mittelmeer gestartet hat. Die Zahl der Schiffe und Flugzeuge, die im Rahmen der Patrouille-Aktion im Mittelmeerraum eingesetzt werden, wurde verdreifacht. 45 Schiffe der Küstenwache und der Marine sollen in einen Radius von 40 Seemeilen vor Lampedusa die Gewässer überwachen. Die Regierung will außerdem circa zehn Militärschiffe einsetzen.

"Wir wollen mehr tun, dann werden wir auch von der EU mehr Hilfen verlangen können", so Verteidigungsminister Mario Mauro.

Bilaterale Gespräche und die Suche nach Lösungen
Letta traf am Montag seinen finnischen Amtskollegen Jyriki Katainen in Rom, mit dem er über Wege diskutierte, um die EU-Grenzschutzagentur Frontex zu stärken. Bilaterale Gespräche führte auch Innenminister Angelino Alfano, der am Montag mit der Schweizer Justizministerin Simonetta Sommaruga ein Abkommen für eine verstärkte Polizeikooperation unterzeichnete.

Damit solle mehr Schutz und Sicherheit an der Grenze garantiert und der Kampf gegen organisierte Kriminalität und Menschenhandel wirksamer gestaltet werden.

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