Die Regierung erweckt den Eindruck, als würde sie eifrig arbeiten. Auf den ersten Blick ist das keine schlechte Nachricht. Ob die Arbeit gut oder mies ist, wird man erst später spüren.
Angesichts der Stürme, die über die Welt ziehen, sind die Möglichkeiten der Koalition ohnehin begrenzt. Kanzler und Finanzminister können bloß schauen, wie sie die gröbsten Löcher in der Staatskasse stopfen. Wenn die ärgsten globalen Krisen einmal vorbei sind, wird Österreich das Geld brauchen, um beim Aufschwung dabei zu sein.
Ja, Sie haben richtig gelesen. Da steht das Wort Aufschwung. Das ist kein naiver Optimismus. In der nicht fernen Zeit nach Trump und Putin könnte es rasch aufwärtsgehen. Da braucht es nur Geduld. Denn bei allem Geld und bei allen Waffen: Das ewige Leben können sich die Zausel nicht kaufen. Da sitzen sie mit Musk, Bezos und Zuckerberg in einem Boot.
Es muss frustrierend sein, über Milliarden und Macht zu verfügen, und am Ende bleibt als letzter Luxus ein Mausoleum auf der Krim oder in Mar-a-Lago oder eine Feuerbestattung auf dem Flug zum Mars.
Möglicherweise ist die kränkende Tatsache, nicht unsterblich zu sein, auch der Grund, warum solche Typen die Welt in ein Tollhaus verwandeln? Österreichs Regierung kann dagegen nicht viel tun. Die nobelste Aufgabe ist es, die Stimmung heller und nicht trüber zu machen. Es war in den guten Zeiten falsch zu glauben, es ginge immer nur aufwärts. Und es wäre jetzt ein Fehler zu denken, es gehe nur weiter abwärts.
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