Auf den ersten Blick mögen Zölle auf Jeans, Harley-Davidsons und Erdnussbutter wie ein schlechter Scherz aussehen als Antwort Europas auf Trumps Zollwahnsinn. Doch die EU sagt, dass sie auch ganz anders kann, falls ihr Angebot für einen Deal scheitert. Der große Dealmaker ist ja schon wieder im Siegestaumel, wenn er die Warteschlange vor dem Weißen Haus abzählt.
Ist Trump wirklich zu handfesten Deals bereit? Mit den Zolleinnahmen von, wie er behauptet, 600 Milliarden Dollar will er nämlich seine Steuersenkung gegenfinanzieren.
Die EU bot die beidseitige Abschaffung aller Zölle auf Industriewaren an: „Null zu null.“ Trump lehnte sofort ab, denn die US-Industrie ist nicht wettbewerbstüchtig – wie das enorme Handelsbilanzdefizit zeigt.
Reduzierung der Zölle auf ein erträgliches Niveau? Dazu nennt Trump abenteuerliche Bedingungen: Jährliche Abschlagzahlungen für die entgangenen Zölle plus rückwirkend noch Reparationen für die Jahre des „Diebstahls“ der EU an den USA.
Darüber hinaus ist Trumps zuständiger Handelsminister Howard Lutnick eine besonders eigenartige Nuss. Zum EU-Importverbot von Hormonfleisch aus den USA sagte er: „Sie hassen unser Beef, weil es so schön ist und ihres so schwach.“
Donald Trump ist in der Zwickmühle: Je mehr Handel er abwürgt, desto weniger Zolleinnahmen. Die Katze beißt sich in den Schwanz.
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