Neue Krawalle
Ägypten: Relative Ruhe am “Tag der Märtyrer”
Nach den traditionellen Freitagsgebeten gingen die Mursi-Anhänger neuerlich auf die Straßen. Bereits der vergangene Freitag hatte gezeigt, dass solche Proteste im heutigen Ägypten zu einem Blutbad führen können.
An einer Unterstützerdemonstration für Mursi in Giseh bei Kairo nahmen allerdings diesmal nur einige Dutzend Muslimbrüder teil. Protestzüge gab es auch vor Moscheen in der Hauptstadt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen attackierten Anwohner im Kairoer Stadtteil Schubra einen Protestmarsch, der von der Muslimbruderschaft organisiert worden war, mit Steinen und Stöcken.
Nach Informationen der Nachrichten-Website "youm7" kam es auch in der nördlichen Provinzstadt Tanta zu Ausschreitungen. Dabei kam ein Demonstrant ums Leben. 25 weitere Menschen wurden verletzt, als wütende Anrainer einen Demonstrationszug der Muslimbruderschaft attackierten. In der südlichen Provinz Assiut forderten einige Imame die Gläubigen auf, die Übergangsregierung zu unterstützen. Andere warfen Armee und Polizei vor, sie hätten "gegen die Legitimität geputscht".
Fest steht: An den jüngsten Protesten der Islamisten beteiligten sich deutlich weniger Menschen als noch vor einer Woche.
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