Es liegt jetzt an Putin, den Angriffskrieg zu beenden. Die Kremlführung reagiert vorerst einmal wie immer, wenn sie mit Überraschungen konfrontiert ist: Sie hält sich bedeckt, spielt auf Zeit, fordert „zusätzliche Informationen“ an.
Die US-Erpressung der ukrainischen Führung zu einem Waffenstillstand nach acht Stunden Schwitzkasten in Saudi-Arabien ist für Moskau ein Danaergeschenk (= Trojanisches Pferd): Trump verlangt die Zustimmung zu einem Deal, der zugleich mit der Wiederaufnahme der US-Militärhilfe an die Ukraine verbunden ist.
Den russischen Standpunkt hat Putin schon mehrfach dargelegt. Er will keinen Waffenstillstand, sondern einen „vollständigen Frieden“ (unter russischen Bedingungen). Das heißt: Die fünf östlichen Provinzen, auch wenn sie noch nicht vollständig erobert sind, sowie eine „Entnazifizierung“ in Kiew.
In puncto Sicherheit dreht Putin sogar den Spieß um: Er fordert Sicherheitsgarantien für Russland durch eine De-facto-Entmilitarisierung und „Neutralisierung“ der Ukraine – also die Degradierung der Ukraine zu einem Satellitendasein wie Osteuropa im alten sowjetischen Ostblock.
Trumps Hoppla-jetzt-komm-ich-Methode stößt auf russisches Beharrungsvermögen. Es folgt jetzt eine „sorgfältige Prüfung“. Bis dahin wird weiterhin gebombt, weiter gemetzelt. Ohne Ausdauer hätte Russland auch gar nicht die bisherigen Kriegserfolge erzielt. Trump selbst ist das beste Beispiel dafür.
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