„Meer muss frei sein“
Bürger protestieren gegen Kreuzfahrthafen nahe Rom
In der Gemeinde Fiumicino westlich von Rom soll ein großer Hafen für Kreuzfahrtschiffe entstehen. Eine Gesellschaft der US-Reederei Royal Caribbean hat die Konzession für den Bau bekommen. Bürgerinnen, Bürger und Umweltschutzverbände stemmen sich jedoch gegen das Projekt.
Ungefähr 300 Menschen versammelten sich am Sonntag mit Sonnenschirmen, Liegestühlen, Taucherflossen und Strandtüchern auf dem Vorplatz des alten Leuchtturms von Fiumicino. Sie demonstrierten vor allem gegen einen Zaun an einem Strandabschnitt, an dem der Hafen entstehen soll.
Die Firma „Fiumicino Waterfront Srl“ sagte wiederum, dass der neue Zaun eine Schutzmaßnahme um das Gebiet sei und nicht im Zusammenhang mit den Arbeiten zum Hafenprojekt stehe. Das Genehmigungsverfahren würde noch laufen.
Hier sehen Sie ein Foto von dem Protest.
„Der Strand und das Meer müssen frei sein, bis die Umweltverträglichkeitsprüfung für den Hafen ausgesprochen wird, dann werden wir sehen. Wir wollen nicht, dass ein privater Hafen unsere Strandabschnitte unbewohnbar macht“, argumentierten die Umweltschutzverbände gegen das Projekt. Der Meeresboden für Kreuzfahrtschiffe sei in der Gemeinde nicht geeignet, Umweltschäden wären die Folge.
Areal soll umgewandelt werden
Das Areal des Hafens wurde 2011 aufgelassen. Künftig sollen den Plänen nach Kreuzfahrtschiffe und Mega-Jachten anlegen können. Vorgesehen sind 700 Ankerplätze, 30 davon für Jachten mit einer Länge von bis zu 110 Metern. Zudem sollen in der Nähe Hotels und Restaurants entstehen.
Kreuzfahrttouristinnen und -touristen steigen aktuell im Hafen Civitavecchia, 70 Kilometer nördlich von Rom, aus. Civitavecchia ist der größte Kreuzfahrthafen Italiens und soll künftig entlastet werden. Daher wurde an den Ausbau des Hafens Fiumicino gedacht, der näher an Rom liegt.
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