Aufregung im Nobelskiort Lech: Laut Immo-Insidern hat sich ein umtriebiger Unternehmer in den letzten Monaten für eine Übernahme des skandalumwitterten Chalet N interessiert. Mit einem Verkauf würde die Laura Privatstiftung, die als Bunker der Benkos gilt, mit bitter benötigter Liquidität versorgt.
Das Sechs-Stern-Chalet N hatte bereits bei der Errichtung vor zwölf Jahren für Schlagzeilen und ein vorübergehendes rechtliches Nachspiel gesorgt. Später interessierte sich die Finanz für die noble Herberge, die offiziell als Hotelbetrieb geführt wurde, in erster Linie jedoch hauptsächlich René Benko, seiner Familie und seinen Geschäftsfreunden als Absteige gedient haben soll.
Zuletzt formulierte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den Verdacht, es sei im Zusammenhang mit Corona-Förderungen ein Betrug (1,2 Millionen Euro) begangen worden. Für René Benko und seine Steuerberaterin gilt die Unschuldsvermutung.
Benkos Jagdfreund
Im Zusammenhang mit Signa und Benko fällt immer wieder der Name Siegfried Wolf. In Immobilienkreisen erzählt man sich, dass der am Arlberg bestens vernetzte Unternehmer, der unter anderem Anteile am Sportgeschäft Strolz besitzt, bereits vor Monaten ein Auge auf die 38-Millionen-Euro-Residenz in Oberlech geworfen und Kaufabsichten geäußert habe. Es kam laut Insidern zu konkreten Gesprächen mit der Laura Privatstiftung, die das Chalet N hält und dringend Liquidität benötigt. Aktuell wird ein Verkauf an Wolf von der Laura Stiftung jedoch entschieden in Abrede gestellt.
Sigi Wolf gilt als enger Freund von René Benko. Beide waren Teil einer elitären Jagdrunde, die gerne zur Bärenjagd in die Karpaten jettete. Am Jägerball 2024 offenbarte der 67-Jährige seine Sicht von Benko: „Mein Freund schläft gut, weil mein Freund hat nichts falsch gemacht.“ Momentan schläft Benko in der Justizvollzugsanstalt Wien-Josefstadt.
Wolfs Netzwerk
Mit Wolf tauchen auch immer wieder Gelder des russischen Oligarchen Oleg Deripaska auf, in dessen Konzern Basic Elements der österreichische Manager nach seiner Magna-Zeit andockte. Deripaska, der wohl hofft, dass US-Präsident Donald Trump bald die Sanktionen lockert, wurde erst vor Kurzem in Wien gesichtet. Er ist dafür bekannt, dass er gerne in einem hübschen Palais in der Elisabethstraße absteigt; unmittelbar neben dem wuchtigen, spätbarocken Haus von Sigi Wolf.
Im Umfeld von Wolf tummelt sich Stephan Zöchling, Auspuff-Meister von Remus, der einst ebenfalls für Deripaska aktiv war. Zöchling fiel zuletzt im Sanierungsverfahren der KTM AG auf, in das er sich mit medial unterstützter Ellbogentechnik hineinzudrängen versuchte.
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