Statistisch gesehen

Wer früher in Pension geht, stirbt früher

Wirtschaft
21.10.2005 11:20
Dass sich Frühpensionisten bei bester Gesundheit in den Ruhestand verabschieden und den Rest ihres Daseins eine ruhige Kugel schieben, dürfte trotz aller Unkenrufe nur ein Märchen sein! Ein Forscherteam hat nämlich herausgefunden, dass vorzeitige Rentner tatsächlich eine geringere Lebenserwartung haben, obwohl sie ein weniger aufreibendes Leben führen...

Der Studie zufolge, die vom Öl-Konzern Shell in Auftrag gegeben und in Texas durchgeführt wurde, werden Menschen, die mit 55 in Pension gehen, im Schnitt nur 72 Jahre alt. Hingegen werden Arbeitnehmer, die ihren Job bis 60 ausüben, durchschnittlich immerhin 76 Jahre alt. Und wer bis zum Alter von 65 Jahren arbeitet, darf sich über eine Lebenserwartung von 80 Jahren freuen!

Daraus lässt sich einerseits schließen, dass erstens Frühpensionisten sehr wohl ihre gesundheitlichen Gründe haben, ihren Job an den Nagel zu hängen und zweitens, dass man rostet, wenn man rastet. Oder umgekehrt: Offenbar verhilft Aktivität - geistig oder körperlich - zu einem längeren Leben, auch wen das eine oder andere Wehwehchen vorhanden ist. 

Für die Studie untersuchten die Wissenschafter 3.500 Menschen und verfolgten deren Lebensläufe bis zu 26 Jahre lang.

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