Nach Verwechslung
Hamas übergibt Leiche von Shiri Bibas an Israel
Bei der von der islamistischen Hamas im Gazastreifen übergebenen Frauenleiche handelt es sich nach israelischen Angaben um die der verschleppten Geisel Shiri Bibas. Die sterblichen Überreste der Frau hätten zusammen mit denen ihrer beiden Söhne eigentlich bereits am Donnerstag nach Israel zurückkehren sollen. In dem Sarg, den die Hamas dem Rote Kreuz übergeben hatte, befand sich jedoch die Leiche einer anderen, unbekannten Frau.
Die Vertauschung – ob wissentlich oder versehentlich – löste in Israel große Empörung aus. Die Terrororganisation räumte später einen möglichen Irrtum ein und übergab dem Roten Kreuz am Freitag eine weitere Leiche.
„In Geiselhaft ermordet“
Jetzt teilte der Kibbuz laut einer Sprecherin „mit tiefem Schmerz mit, dass sie in der Geiselhaft in Gaza ermordet wurde“. Die sterblichen Überreste der Frau, die auch die deutsche Staatsangehörigkeit hatte, waren in einem forensischen Institut in Tel Aviv untersucht worden.
Schon in der Nacht auf Freitag hatte die israelische Armee den Tod von Shiris beiden kleinen Kindern Ariel und Kfir Bibas bestätigt.
Nach Einschätzung von Experten auf der Basis von Geheimdienstinformationen und forensischer Untersuchungsergebnisse wurden Ariel und Kfir im November 2023 in Gefangenschaft von Terroristen ermordet.
Hamas erkennt Todesursache der Buben nicht an
Nach Darstellung der Hamas waren sie bei einem israelischen Bombardement getötet worden. Die Angaben beider Seiten konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Im Augenblick ihrer Entführung im Oktober 2023 war Ariel Bibas vier Jahre alt und sein kleiner Bruder Kfir erst zehn Monate alt.

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