Jetzt ist man auch im Weingarten nicht mehr sicher. In Gols (Burgenland) wurde ein Winzer bei der Arbeit überfallen und ausgeraubt. Die Eltern des jungen Mannes sind schockiert.
Sebastian Nittnaus wird den 20. Februar wohl nicht so schnell vergessen. Er war schon früh in den Weingarten zum Rebschnitt losgefahren. „Um neun mache ich immer Pause und gehe frühstücken“, erzählt er.
Um Wasser gebeten
Bei seinem Auto warteten zwei Männer. Sie waren mit einem silbernen Ford Focus mit ukrainischem Kennzeichen unterwegs und baten den Golser in gebrochenem Deutsch um Wasser für den Motor.
Ich habe im Auto eine Flasche Mineralwasser gefunden, die ich ihnen auch angeboten habe.
Sebastian Nittnaus
Jacke zerrissen
Doch auf einmal wurden die Männer zudringlich und wollten den Autoschlüssel des Winzers. Nachdem sie ihn zu Boden gedrückt hatten, händigte er ihnen die Wagenschlüssel aus. Damit aber nicht genug. „Einer der Männer hat angefangen, mich zu durchsuchen und dabei auch meine Jacke zerrissen“, schildert das Überfallsopfer. „Dabei hatte er auf einmal eine Waffe in der Hand. Er hat sie aber an mir vorbei gehalten.“
Die beiden Täter nahmen Sebastian Nittnaus das Handy und seine Uhr ab. Auch nach einer Brieftasche verlangten sie und reagierten ungehalten, weil der junge Mann keine dabeihatte.
Wunde und Kratzer
Schließlich ließen sie von ihm ab, stiegen in ihren Ford und den grünen Skoda von Nittnaus und fuhren Richtung Gols davon. Der junge Mann trug von dem Raub einige Kratzer am Handrücken und eine kleine Wunde im Gesicht davon. Nittnaus’ Handy wurde in der Region um Mönchhof gefunden. Das Auto der Täter, der silberne Ford, wurde in Mönchhof ohne Kennzeichen beschlagnahmt.
Der Schock sitzt tief. „Jetzt ist man nicht mal mehr im Weingarten sicher“, schütteln die Eltern die Köpfe. Nittnaus ging zu Fuß nach Hause und erst dann wurde die Polizei verständigt. Die Erhebungen des Landeskriminalamts laufen auf Hochtouren.
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