4 Jahre nach dem Tod
Moskauer Gericht spricht Anwalt posthum schuldig
Menschenrechtler werfen der Justiz vor, mit dem nun zu Ende gegangenen Prozess den Ruf des regierungskritischen Anwalts nachträglich beschmutzen zu wollen.
Nach aufgedecktem Korruptionsskandal verhaftet
Magnitski, der in Russland für die US-Anwaltsfirma Firestone Duncan arbeitete und den Investmentfonds Hermitage Capital Management beriet, war 2008 inhaftiert worden, nachdem er einen Korruptionsskandal staatlicher Stellen aufgedeckt hatte. Dabei hatte er Offizieren des Innenministeriums vorgeworfen, den Staat um mehr als 200 Millionen Dollar geprellt zu haben. Magnitski selbst wurde dann wegen angeblicher Steuerhinterziehung festgenommen. Nach fast einem Jahr in U-Haft starb der Anwalt.
Anwalt wurde laut seiner Familie zu Tode gefoltert
Nach Angaben seiner Familie wurde der Schwerkranke in der Untersuchungshaft zu Tode gefoltert. Der damalige Vize-Chef des Gefängnisses wurde Ende 2012 vom Vorwurf unterlassener Hilfeleistung freigesprochen. Auch die Ermittlungen gegen eine Ärztin wurden eingestellt.











Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.