09.07.2013 10:15 |

Zu langsam, zu tief

San Francisco: Pilot war Neuling, "Co" erstmals Ausbilder

Bei dem Flugzeugcrash von San Francisco am Samstag mit zwei Todesopfern war nicht nur der Pilot auf einem seiner ersten Einsätze auf einer Boeing 777 - auch sein Ausbilder war neu im Job. Lee Jung Min habe erst im vergangenen Monat sein Trainerdiplom erhalten, sagte am Dienstag eine Sprecherin der betroffenen südkoreanischen Fluggesellschaft Asiana. Der Flug nach San Francisco war demnach sein erster Einsatz als Ausbilder.

"Das ist nichts Unnormales. Jeder Ausbilder hat irgendwann seinen ersten Tag als Trainer", so die Sprecherin. Allerdings sind beim Anflug auf den Flughafen folgenschwere Fehler passiert: Das Unglücksflugzeug war viel zu langsam und viel zu tief unterwegs. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde bestätigte eine Geschwindigkeit von 196 km/h, mit der der Jet unsanft auf der Landebahn aufsetzte. Empfohlen werden hingegen 253 km/h.

Unfallhergang wird weiter untersucht
Das Flugzeug riss eine Mauer ein, die den Flughafen am Rande der Bucht von San Francisco vom Meer abgrenzt. Dabei wurde das Fahrwerk abgetrennt, einige Stücke landeten im Wasser. Nach einer Schleuderfahrt, bei der weitere Teile abgerissen wurden, kam die Maschine am Rande der Landebahn zum Stehen. Von einem Pilotenfehler will noch niemand offiziell sprechen, die vier Piloten und die übrige Crew des Unglücksfluges 214 werden noch zum Hergang befragt.

Zwei chinesische Mädchen gestorben
Bei dem Unfall kamen zwei chinesische Mädchen ums Leben. Hinweise, wonach eines der beiden Opfer möglicherweise von einem Rettungswagen überfahren wurde (siehe Infobox), werden weiterhin geprüft. Die Gerichtsmediziner haben ihre Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Von den 182 Verletzten sind laut Ärzten noch sieben in kritischem Zustand. Einige Passagiere trugen als Folge des heftigen Aufpralls bleibende Lähmungen davon.

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