Bludenzer SPÖ-Spitzenkandidat Mario Leiter bläst bei Teampräsentation zum Angriff auf Simon Tschann (ÖVP). Der amtierende Bürgermeister war Ende des Jahres wegen Amtsmissbrauchs verurteilt worden und hat dagegen berufen.
„Die Verurteilung des amtierenden Bürgermeisters wegen Amtsmissbrauch hat Bludenz in eine schwierige Situation gebracht: Amtsmissbrauch ist kein Vergehen wie Falschparken, Amtsmissbrauch ist ein Verbrechen, für das bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen“, betont Mario Leiter.
„Charakterloses Vorgehen“
Bereits in der Erstverurteilung sei Tschann zu elf Monaten Haft verurteilt worden und damit nur knapp an der erzwungenen Amtsenthebung vorbeigeschrammt. „Dass Simon Tschann nicht von sich aus den Anstand besessen hat, zurückzutreten, ist eine schwere Bürde für die Stadt. Besonders charakterlos finde ich es, dass er die Schuld auf seine Mitarbeiter schiebt und dann noch behauptet, sich schützend vor sie zu stellen“, wettert Leiter. Als Polizist vertraue er dem Rechtsstaat und sei sich sicher, dass angesichts der Klarheit des Ersturteils die Zweitinstanz dieses bestätigen werde.
Auf den ersten fünf Plätzen hinter Leiter kandidieren Catherine Muther, Bernhard Corn, Julia Westreicher und Andreas Fritz-Wachter. Gewinnt Leiter die Bürgermeister-Wahl im dritten Anlauf, will er den Fokus auf leistbares Wohnen und Betriebsansiedlungen legen.
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