Ins Wasser gefallen
Drei Kinder vor Augen ihrer Mutter ertrunken
Bei einem Schiffbruch vor der italienischen Insel Lampedusa hat am Sonntag eine nigerianische Mutter, die mit ihrer Familie von Libyen aus die Fahrt in Richtung Europa unternommen hatte, ihre drei Kinder – ein, zwei und drei Jahre alt – verloren.
Die 34-jährige Mutter, die mit ihrem gleichaltrigen Mann die Reise nach Italien unternommen hatte, traf inzwischen auf Lampedusa ein, wo sie vom Roten Kreuz versorgt wurde. Sie und ihr Mann sollen in den nächsten Tagen nach Sizilien gebracht werden, wie die römische Tageszeitung „La Repubblica“ am Dienstag berichtete.
15 Überlebende erreichten Lampedusa
Die Mutter erzählte über die tragischen Momente des Schiffbruchs. Wegen eines Motorschadens und der schlechten Wetterbedingungen fielen die Kinder ins Wasser. Das NGO-Schiff „Sea Punk“ eilte zur Rettung. Ein maltesischer Rettungshubschrauber evakuierte eine schwangere Frau und einen schwer verletzten Mann, während ein Schiff der italienischen Küstenwache die anderen 15 Überlebenden und die Leichen von zweien der Kinder aufnahm. Das dritte Kind war in den Wellen verschwunden.
Seit Anfang Jänner trafen über 3000 Migranten in Italien ein, das sind 136 Prozent mehr im Vergleich zum Jänner des Vorjahres, teilte das Innenministerium in Rom mit.
2024 wurde allerdings ein Rückgang bei den Migrantenankünften von 60 Prozent gegenüber dem Gesamtjahr 2023 gemeldet. In jenem Jahr erreichten insgesamt 66.615 Personen Italien nach Überfahrt des Mittelmeers.

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