Familientragödie

Schweiz: Vater tötet Sohn (1) bei Polizeieinsatz

Ausland
23.06.2013 15:08
Blutige Familientragödie in Renens im schweizerischen Kanton Waadt: Ein junger Vater hat seinen einjährigen Sohn mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Der getrennt von der Mutter des Kindes lebende 29-jährige Kongolese hatte sich mit dem Kind in seiner Wohnung verschanzt und beging die Tat, als die Polizei die Wohnung stürmte. Für den Buben kam jede Hilfe zu spät, er starb wenig später im Krankenhaus.

Der Mann war kurz nach 15 Uhr mit seiner Ex-Freundin, einer 26-jährigen Portugiesin, und dem gemeinsamen Kind im Auto zu seiner Wohnung gefahren. Während die Mutter das Auto parkte, nahm der Mann den Buben mit in die Wohnung und verbarrikadierte sich. Als die Frau nachkam, war die Wohnungstür verschlossen.

Polizei-Sondereinheit stürmte Wohnung
Der Kongolese drohte den Angaben seiner Ex-Freundin zufolge, den Buben zu töten und sich selbst umzubringen, wie ein Polizeisprecher erklärte. Die Mutter verständigte deshalb umgehend die Polizei. Da der Mann trotz langer Verhandlungen nicht aufgeben wollte, verschafften sich sieben Polizisten einer Sondereinheit am frühen Abend schließlich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung.

In diesem Moment stach der Vater mit einem Messer auf das Kind ein und verletzte sich selbst leicht am Hals. Der kleine Bub wurde schwer verletzt ins Lausanner Universitätsspital gebracht, wo er später starb. Der zuständige Staatsanwalt eröffnete eine Strafuntersuchung, und es wurden Ermittlungen zur Klärung der Hintergründe der Tat aufgenommen.

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