Iran gratulierte
Rebellenhochburg von syrischer Armee erobert
Mehr als zwei Wochen kämpften die Truppen von Syriens Präsident Bashar al-Assad erbittert um die vor einem Jahr von den Aufständischen eroberte Grenzstadt. Qusair spielt eine strategisch wichtige Rolle bei der Sicherung von Handelswegen zwischen Syrien und dem Libanon. "Wer auch immer Qusair kontrolliert, kontrolliert das Zentrum des Landes - und wer auch immer das Zentrum des Landes kontrolliert, hat die Kontrolle über ganz Syrien", sagte der syrische Brigadegeneral Yahya Suleiman in einem Fernsehbericht.
Der Sender zeigte Bilder, wie Soldaten syrische Flaggen mit Fotos von Assad in Schutthaufen rammten. Ein Hisbollah-Kämpfer sagte zur Nachrichtenagentur Reuters, die Stadt sei in einer nächtlichen Offensive eingenommen worden: "Wir überraschten die Rebellen mit einem plötzlichen Überfall früh am Morgen. Sie flohen."
"Eklatante Einmischung der Hisbollah"
Nach Aussage der Rebellen trug die Intervention der Hisbollah-Miliz entscheidend zur Eroberung der Stadt durch die Truppen von Assad bei. Der Rückzug sei "angesichts dieses riesigen Waffenarsenals und des fehlenden Nachschubs und der eklatanten Einmischung der Hisbollah" erfolgt, hieß es in einer Mitteilung der Aufständischen. Dutzende Rebellen seien zurückgeblieben, um den Rückzug der Kameraden und Zivilisten abzusichern.
Gratulationen kamen vom Iran, der das syrische Regime unterstützt und auch als wichtigster Unterstützer der Hisbollah gilt. Das Land "beglückwünscht die Armee und das syrischen Volk zum Sieg gegen die ungläubigen sunnitischen Terroristen in der Stadt Qusair," erklärte der iranische Vizeaußenminister Hossein Amir Abdolahian nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch. Jene Parteien, die weiterhin Waffen an die syrischen "Terroristen" liefern würden, seien für die Massaker an Zivilisten verantwortlich und müssten wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden, so der Minister in Anspielung auf westliche sowie arabische Staaten, die auf Seite der Opposition stehen.
Assads Truppen weiter auf dem Vormarsch
Die Regierungstruppen sind in Syrien damit weiter auf dem Vormarsch. Für Assad bedeutet die Kontrolle über die Stadt auch den ungehinderten Zugang von der Hauptstadt Damaskus in das Siedlungsgebiet seiner alawitischen Glaubensgemeinschaft, die ihre Wurzeln im schiitischen Islam hat. Die Rebellen kommen vor allem aus der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit.
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