Beim Bootshaus Alte Donau trauten sich 150 Unerschrocken ins halb zugefrorene Wasser. Manche kamen zum ersten Mal und aus einer spontanen Laune heraus. Bereut hat es keiner.
Außentemperatur zwei Grad unter Null, Wassertemperatur 2,7 Grad. Dennoch fanden sich am späten Vormittag des 1. Jänners rund 150 Wiener zum Neujahrsschwimmen beim Bootshaus an der Alten Donau ein.
Über dem Wasser liegt eine dünne Eisschicht die zum Teil erst aufgehackt werden muss. Dann geht es los. In Badehosen und Bikini steigen die Teilnehmer gruppenweise vom Steg hinab. Unter Aufsicht der Wasserrettung und unter Anleitung von Stefan Kübler. „Aufpassen mit den Händen“, ruft „Eisbadeprofi“ den Neulingen zu. „Und tief atmen.“
„Warum“ hallt es zurück? „Damit der Körper den Effekt besser erzielen kann“, so Kübler, der jeden Samstag und Sonntag (12.30 Uhr) an der U6 Alten Donau mit Freiwilligen Eisbaden trainiert. Kostenlos.
Ein bis zwei Minuten im Wasser
Die meisten wollen kurz rein und wieder raus. Eine Minute ist sehr gut, zwei sind super. Bernadette, Johanna und Dominik sind Anfänger und haben am Vortag sich spontan entschlossen zu kommen. Ihr erster Gedanke: Angst. Nach dem Bad sind sie glücklich. „Die ganze Wärme sammelt sich im Bauch, nur die Zehen sind kalt“, sagen die Neulinge.
Eisbaden stärke das Immunsystem und bringe den Kreislauf in Schwung, so Coach Kübler. Und es sei „voll gut für die Laune“. „Es ist noch niemand grantig aus dem Wasser gestiegen“, so der Kälte-Profi.
Eine kleine Belohnung gab es obendrauf: Die Familie Querfeld lud die Eisschwimmer zum Aufwärmen danach zu heißem Tee, Punsch oder Sekt ins Bootshaus ein.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.