Landeshauptmann Wilfried Haslauer werde kommendes Jahr die Amtsgeschäfte übergeben. Mit Stefan Schnöll gab es bisher einen klaren Favoriten auf die Nachfolge. Doch der hat dem Vernehmen nach andere Pläne. Ein Kommentar von Claus Pándi.
Wilfried Haslauer werde sein Amt nach den Festspielen an Stefan Schnöll übergeben. Das galt als fix.
Seit allerdings Karoline Edtstadler dem Kanzler ausrichten ließ, dass sie der künftigen Bundesregierung nicht angehören wolle, hat sich auf der politischen Landeslandkarte einiges verschoben. Zeitlich und personell könnte es nun anders kommen als erwartet. Dass Salzburg also keinen neuen Landeshauptmann, sondern erstmals eine Landeshauptfrau bekommt: die von der FPÖ gefürchtete Karoline Edtstadler. Sehr gut möglich, dass sie im Juli sogar auch schon die Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele hält.
Stefan Schnöll, dem früher Ambitionen auf den Thron im Chiemseehof nachgesagt worden sind, soll andere Pläne haben. Der feinsinnige Jurist möchte zwar in der Politik bleiben, sich aber mehr der Kunst und Kultur im Land widmen.
Damit könnte der schon eher auf Konfrontation gebürsteten Edtstadler die Rolle zufallen, Salzburg nach dem Budgetdesaster auf Bundesebene durch eine finanziell schwierige Phase zu führen.
Eine Krise in der Landesregierung oder gar vorgezogene Neuwahlen kann sich Salzburg in der Situation jedenfalls nicht leisten. Alle Beteiligten werden persönliche Erwartungen zurückstellen müssen.
Das gilt nicht nur für die ÖVP. Auch FPÖ und SPÖ dürfen sich jetzt keine mutwilligen Provokationen erlauben. Für politischen Schabernack ist 2025 definitiv das falsche Jahr.
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