Wahllos geschossen
Rebellenangriff auf indische Politiker: Tote und Verletzte
Nach Polizeiangaben zündeten die Rebellen zunächst eine Bombe und schossen dann wahllos auf die Wagenkolonne, die auf dem Rückweg von einer politischen Kundgebung war. Der Vorsitzende der Kongresspartei in dem Bundesstaat, Nand Kumar Patel, und sein Sohn wurden während des Angriffs entführt und später getötet. Ihre von Kugeln durchsiebten Leichen seien bereits gefunden worden, erklärte die Polizei. Auch der ehemalige Innenminister des Bundesstaates, Mahendra Karma, war unter den Toten.
Premier: "Maoisten größte Bedrohung für Indien"
Die Bundesvorsitzende der Kongresspartei, Sonia Gandhi, verurteilte den Angriff als "schockierend". "Es ist verabscheuungswürdig, dass normale Menschen, die sich politisch engagieren, attackiert wurden", sagte sie nach einer Dringlichkeitssitzung mit Premierminister Manmohan Singh. Singh nannte die Maoisten die größte innere Sicherheitsbedrohung Indiens und versprach der Regierung des Bundesstaates Chhattisgrah "jede notwendige Hilfe".
Jahrzehntelanger Kampf gegen Regierung
Maoistische Rebellen kämpfen seit Jahrzehnten in ländlichen Gegenden Zentral- und Ostindiens gewaltsam gegen die Staatsmacht. Sie fordern vor allem mehr Rechte für landlose Bauern. Erst vor zwei Wochen waren drei Polizisten bei einem Angriff von Maoisten auf einen staatlichen Rundfunksender in Chhattisgrah getötet worden. Vergangene Woche starben ein Polizist und acht Zivilisten bei einem Schusswechsel zwischen Maoisten und Sicherheitskräften.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.