Ein als Haustiere gehaltenes Minischwein-Pärchen – die Tiere durften sogar auf der Wohnzimmercouch sitzen – pflanzte sich rasend schnell fort. Jetzt sind die Besitzer mit der Haltung und Fütterung aber massiv überfordert und suchen eine neue, liebevolle Bleibe für die kleinen „Grunzer“.
Die 15 Minischweine von Niklas E. (21) sind herzallerliebst, und man möchte sie irgendwie ständig streicheln. Allerdings: Zumindest 13 von ihnen brauchen nun dringend ein neues Zuhause. „Mein Sohn hat vor zwei Jahren bei einem Züchter ein Pärchen gekauft, weil dieser sie abgeben wollte. Inzwischen haben sie sich leider aber so vermehrt, dass uns ihre Haltung über den Kopf wächst“, sagt Mutter Bernadette E. (47).
Schweine sind auf den Hund gekommen
Die ÖBB-Bedienstete und der Mechaniker zogen die kleinen „Grunzer“ auf ihrem Grundstück wie Haustiere auf. „Wir haben sie wie Hunde gehalten – sie durften ins Haus, waren völlig stubenrein“, so Bernadette E.
Die Teacup-Schweinchen saßen bei ihnen auch auf der Wohnzimmercouch und waren sogar bei der Speisezubereitung in der Küche dabei. „Sie haben immer alle Essensreste bekommen.“ Außerdem spielten sie mit dem echten Familienhund.
Besitzerin verschenkt Tiere
Ihr Fortpflanzungstrieb machte schließlich aber im Garten den Bau eines Stalles notwendig. „Sie hatten immer Freilauf und fühlten sich pudelwohl.“
Doch mittlerweile ist ihre Zahl auf 15 angewachsen, die 47-Jährige kommt mit dem Hausputz und der Nahrungsbeschaffung kaum noch nach. „Neben Obst und Gemüse brauchen sie täglich auch 25 Kilo Mastfutter.“
Ihre Hilfsappelle an verschiedenste Tierschutzorganisationen blieben ungehört, nur die Pfotenhilfe Lochen versprach, vier Minischweine zu nehmen.
E. will die jeweils rund 380 € teuren Tiere verschenken, hofft nun, dass via „Krone“ liebevolle Plätze gefunden werden. Interessenten sollen sich bitte per Mail an tierecke.linz@kronenzeitung.at wenden.
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