Nach Justizskandal

Frau kassiert 32 Millionen Euro Entschädigung

Ausland
15.12.2024 16:20
Porträt von Kronen Zeitung
Von Kronen Zeitung

Tränen der Erleichterung und ein historisches Urteil in den USA: Kristin Lobato, die 15 Jahre unschuldig in Haft verbrachte, erhielt eine Entschädigung von umgerechnet 32 Millionen Euro. Die 41-Jährige war Opfer von gefälschten Beweisen und massiver Ungerechtigkeit geworden.

Die Frau wurde 2001 im Alter von 18 Jahren von der Polizei verhört, ohne dass ein Anwalt anwesend war. Sie wurde beschuldigt, Duran Bailey, einen obdachlosen Mann, brutal ermordet zu haben. Baileys Leiche wurde mit durchtrennter Kehle, zertrümmertem Schädel und abgetrennten Genitalien in der Nähe eines Müllcontainers in Las Vegas gefunden.

Die Anklage stützte sich auf eine angebliche Gefängnisaussage, in der Lobato gestanden haben soll, einen Mann während eines dreitägigen Drogenrauschs getötet zu haben. Es gab jedoch keine physischen Beweise oder Zeugen – Polizisten sollen bewusst Beweise gefälscht haben. Die beiden pensionierten Beamten kündigten eine mögliche Berufung an.

Unter Tränen umarmte Lobato, der auch bereits der Oberste Gerichtshof ein wasserdichtes Alibi bestätigte, nun ihre Anwälte, nachdem das Urteil über die Entschädigung verkündet wurde. „Es war ein steiniger Weg mit vielen Hindernissen“, sagte sie. „Ich bin glücklich, dass es endlich vorbei ist.“

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