Der ungewöhnliche Genremix „Emilia Pérez“ des französischen Regisseurs Jacques Audiard ist der große Gewinner der 37. Europäischen Filmpreise.
Das Narko-Transmusical wurde am Abend im schweizerischen Luzern nicht nur als bester Film des Jahres gewürdigt. Audiard erhielt auch die Trophäe als bester Regisseur und Drehbuchautor.
Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón wurde als beste Schauspielerin gewürdigt.
Worum es in der Netflix-Produktion geht: Top-Anwältin Rita (Zoe Saldaña) versinkt in kriminellem Sumpf – bis Kartellboss Manitas (Karla Sofía Gascón) sie für seinen radikalen Ausstieg engagiert. Sein Ziel: Transformation zur Frau und neues Leben als Emilia Pérez.
Die toughe Juristin soll seine Ermordung vortäuschen, die OP für die von ihm ersehnte Geschlechtsumwandlung timen – und dessen Frau und Kinder in die Schweiz bringen. Geld spielt keine Rolle ...
Die Ehrung des besten Schauspielers konnte sich indes Abou Sangare aus Guinea für das Drama „Souleymane‘s Story“ sichern. Und bei den Dokumentarfilmen setzte sich das umstrittene Werk „No Other Land“ des palästinensischen Filmkollektivs Yuval Abraham, Rachel Szor, Basel Adra und Hamdan Ballal durch, das im Februar bei der Berlinale noch für Tumulte und Antisemitismusvorwürfe gesorgt hatte.
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