Das Bild hat Kult-Potenzial: Dani Olmo, spanischer Mittelfeld-Stratege, kann im WM-Halbfinale von vier (!) Franzosen nicht gestoppt werden. Seine schieren „Superkräfte“ hatte Olmos deutsche Freundin schon vorher via T-Shirt propagiert.
„Mein Mitbewohner ist eine 10 (wortwörtlich).“ In gut lesbarem Schwarz prangt der Schriftzug auf dem blütenweißen Ärmellos-(und-Bauchfrei-)Shirt. Getragen wird es von einer gewissen Laura „Abla“ Schmitt. Sie ist deutsche Influencerin, Content Creatorin, Podcasterin – und Herzdame von Spaniens Edeltechniker Dani Olmo. In diesem Outfit ließ sich Schmitt am Dienstagabend beim WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich im Stadion in Dallas blicken. Und ablichten. Und, was auch sonst, auf Instagram verewigen.
10 von 10
Der 10er hatte für Olmo dabei gleich mehrere Bedeutungen. Zum einen ist es seine Rückennummer im spanischen Nationalteam. Zum anderen meint Laura damit natürlich, dass seine partnerschaftlichen und liebhaberischen Qualitäten ebenfalls im ganz obersten Regal einzuschlichten sind – er staubt in ihrer Bewertung also 10 von 10 möglichen Punkten ab.
Nicht zu stoppen
Und so ganz nebenbei dürfen Olmos Leistungen auf dem Platz am Dienstag durchaus auch mit 10/10 eingestuft werden. Bester Ausdruck dafür: das Foto von der internationalen Nachrichtenagentur AFP, das Olmo selbst auf Instagram postete. Und das vermutlich alles über das Spiel am Dienstag aussagt. Die Botschaft: „Schickt mir so viele Gegenspieler, wie ihr wollt – ich werde mit allen fertig.“ Tatsächlich bringen‘s auf dem Foto vier (!) Franzosen nicht zuwege, Olmo den Ball abzuluchsen.
Die Szene illustriert das gesamte Match recht gut. Egal, wie sehr die Franzosen zu doppeln, zu trippeln oder, diesfalls, zu quarteln (gibt‘s den Ausdruck?) versuchten – ein spanisches Bein war irgendwie immer früher am Ball. Wiederholt bekam Olmo, obwohl von zwei, drei Gegenspielern umringt, von Goalie Unai Simon den Ball in die Mitte (an sich im Spielaufbau verpönte Zone) zugeschanzt. Hochriskant. Olmo (wie auch Rodri, Fabian Ruiz und allen anderen Spaniern) war‘s in der Regel wurscht. Der Raum konnte nicht zu eng sein, als dass ihm nicht eine Lösung einfiel und er doch noch einen halbwegs schlüssigen Pass anbrachte.
Daran hatte auch sichtlich Frau Laura ihre Freude:
Ja, das Leben als Influencerin ist offenbar schön. Aber wie soll‘s einem auch gehen, wenn man einen echten 10er als Lebenspartner an der Seite hat?
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