Mit der Uraufführung einer angeblichen „Kinderoper“ wurde die neue Staatsoper im Künstlerhaus (NEST) eröffnet. Das gelungen umgebaute Haus hat seine Feuertaufe bestanden. Die jungen Besucher von „Sagt der Walfisch zum Thunfisch“ ihre auch.
„War das ein Witz?“ Fragt ein kleiner Bub. Nach der Schlüsselszene in der neuen für Kinder gedachten Oper. Darin erzählt nämlich das DU, um sich vor der Sintflut zu retten, dem Kapitän NOE einen Witz.
Und der geht so: „Sagt der Walfisch zum Thunfisch: Was soll ich tun? Fisch? Sagt der Thunfisch zum Walfisch: Du hast die Wahl! Fisch!“
Das Gelächter hält sich auch beim restlichen Zielpublikum (6 bis 12) in Grenzen. Dabei wiederholen das DU und das ICH Teletubby lieb ständig alles: „Plitsch! Platsch! Bumm! Bumm!“
Vielleicht lähmt auch die fad atonal blubbernde Musik von Thierry Tidrow? Er hat ein Schauspiel von Carsten Brandau vertont. Dabei wollte er wohl lieber für die Avantgarde der Donaueschinger Musiktage komponieren.
Man hätte auch gerne verstanden, was Kapitän NOE so singt. Regisseurin Sara Ostertag versucht es dafür mit ganz viel Bunt. Auf jeden Fall ist das NEST ein tolles, elegantes Haus geworden! Und das ist die Hauptsache.
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