Zur Wiedereröffnung der Notre-Dame in Paris am Samstagabend reisten rund 40 Staatschefs aus aller Welt an. Kanzler Karl Nehammer sprach vorab über die Bedeutung des Wiederaufbaus und darüber, mit wem er das Gespräch sucht.
Herr Bundeskanzler, Notre Dame steigt wie der Phönix aus der Asche, wie stimmt Sie das?
Notre Dame steht für das christliche Erbe Europas, ist ein Ort der Begegnung, des Gebets und des Nachdenkens. Es ist unfassbar, in welcher Zeit der Wiederaufbau gelungen ist. Für unsere europäische Identität ist es ein schöner Moment, dass die Kirche eröffnet wird. Es ist ein starkes Symbol, dass auch nach einer Krise, diese überwunden werden kann und Zuversicht herrscht.
Viele Staats- und Regierungschefs sind in Paris, mit wem werden Sie das Gespräch suchen?
Ich habe am Samstag Präsident Selenksy getroffen und über den Krieg und das Leid in der Ukraine gesprochen. Auf der anderen Seite hab ich ihm vom Telefonat mit dem amerikanischen Präsidenten berichtet. Es ging ja dort auch um Möglichkeiten, wie der Krieg enden kann.
Donald Trump ist auf Besuch. Welche Bedeutung hat das aus Ihrer Sicht?
Alles, was hilft, die USA und Europa ein Stück weit näher zusammenzuführen, ist gut. Die USA sind ein wichtiges Land für die Sicherheit und die Wirtschaft. Wann immer sich die Gelegenheit bietet, werde ich natürlich das Gespräch suchen.
Die Bilder der brennenden Kathedrale gingen 2019 um die Welt. Was haben Sie damals gedacht?
Es hat mich persönlich sehr getroffen. Ich war, bevor wir geheiratet haben, mit meiner Frau oft hier in Paris. Die Stadt bedeutet uns viel und Notre Dame ist immer ein Mittelpunkt eines Besuches.
Was sagen Sie Emmanuel Macron?
Heute ist ein Tag des Gratulierens. Es ist nicht einfach, so ein historisches Gebäude so zu renovieren.
Wissen Sie, ob Herr Macron die Boxhandschuhe, die Sie ihm geschenkt haben, verwendet hat?
Er hat ja eigene und trainiert selber sehr viel. Vielleicht habe ich die Chance, ihn zu fragen.
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