Nach einem Jahrzehnt der Alkohol-Eskapaden in London kehrt Rona (Saoirse Ronan) nach einer Entzugstherapie auf die schottischen Orkney-Inseln ihrer Kindheit zurück. Zwischen den ruhigen, rauen Erinnerungen ihrer Heimat und der turbulenten Vergangenheit sucht sie einen Weg zur Heilung. Der Film „The Outrun“ basiert auf dem Roman „Nachtlichter“. Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu diesem mitreißenden Drama.
Von einsamen Küstenstreifen der schottischen Orkneyinseln – und von einer jungen Frau, die sich nach einem Entzug zurück ins Leben kämpft. In ihren wilden Londoner Jahren, wo Rona (Saoirse Ronan) Biologie studiert hatte, war sie in eine zerstörerische Alkoholabhängigkeit geraten Beständig blendet die Kamera die steigende Anzahl der Tage ein, seit Rona trocken ist, ehe die Anzeige nach einem Rückfall wieder bei null beginnt.
Basierend auf dem Roman „Nachtlichter“ von Amy Liptrot, spürt Regisseurin Nora Fingscheidt – unvergessen ihr Spielfilmdebüt „Systemsprenger“ – ohne jegliche Sentimentalität den Verheerungen von Alkoholismus nach, und doch ist „The Outrun“ weit mehr als eine Suchtstudie. Aus Rückblenden ohne klare Chronologie schält sich das Porträt einer in ihrer Familiengeschichte buchstäblich ertrinkenden – der Vater (Stephen Dillane), mit bipolaren Wesenszügen behaftet, die Mutter religiös-weltabgewandt.
Saoirse Ronans chamäleonartige Performance als gefallener Engel mit variierenden Haarfarben ist eine Wucht und gerät zur mitreißenden Katharsis inmitten landschaftlicher Naturgewalt.
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