Gina (Emma L. Simmer) ist neun und wünscht sich eine glückliche Familie. Jungmutter Mutter Gitte (Marie-Luise Stockinger) hat aber alle Hände voll zu tun, um allein drei Kinder großzuziehen – und das vierte ist auch schon unterwegs. Wegen der Alkoholexzessen von Gitte, versucht Gina öfters ihre zwei kleinen Brüder zu versorgen, und auch Frau Schweiger vom Jugendamt lässt nicht locker. Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu „Gina“, einem herzzerreißenden Drama.
Das Wort Kindheit hat für die neunjährige Gina (Emma L. Simmer) etwas Abstraktes, lasten auf ihr doch die Bürden einer Erwachsenen. Sie versorgt ihre zwei kleinen Brüder und schaut auf ihre erneut schwangere Mutter Gitte (Marie-Luise Stockinger), die als Alleinerziehende schon mit drei Kindern völlig überfordert ist. Gittes Mutter versagt als Oma und der On-off-Lover der Mutter ist als Vaterfigur ein Totalausfall.
Ja, selbst gegen Frau Schweiger (Ursula Strauss) vom Jugendamt, die Verwahrlosung wittert, muss sich die Kleine behaupten.
Sie geht zu Herzen und an die Nieren, die Unbehaustheit dieses Kindes, das um familiäre Stabilität kämpft und der ihm entgegengebrachten erschreckenden Lieblosigkeit reife Fürsorglichkeit entgegensetzt, weil es die Welt, in die es hineingeboren wurde, einfach besser machen will.
Ein topbesetztes Drei-Generationen-Porträt, das mit Emma Simmer eine großartige Protagonistin hat. Regie: Ulrike Kofler.
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