In letzter Sekunde

Knalleffekt im Iran: Rafsanjani tritt bei Präsidentenwahl an

Ausland
11.05.2013 15:39
In den iranischen Präsidentschaftswahlkampf ist in letzter Sekunde Spannung gekommen: Der mächtige Ex-Präsident und Chef des Schlichtungsrates, Ayatollah Ali Akbar Hashemi-Rafsanjani, hat sich am Samstag nach langem Hin und Her doch noch zu einer Kandidatur entschlossen. Wenige Minuten vor dem Ende der Registrierungsfrist im Innenministerium kam der moderate Pragmatiker, der mit den Ultrakonservativen im Clinch ist, mit seiner Entourage und lächelte den wartenden Journalisten entgegen.

In den letzten Tagen hatte der "iranische Kardinal Richelieu", der seit über 34 Jahren die iranische Politik mitbestimmt, mehrfach betont, dass ein enormer Druck auf ihm laste und er nur dann antrete, wenn es einen Einklang über seine Kandidatur mit dem Obersten Geistlichen Führer Ali Khamenei gebe. Alles andere wäre "kontraproduktiv" für das Land. 

Daher war es in dieser Woche noch einmal zu einem Sondertreffen zwischen den beiden Politveteranen der Islamischen Republik gekommen. Khamenei hatte sich nach Rafsanjanis Unterstützung für die Opposition in den letzten Jahren mehr und mehr von ihm entfernt, ihn aber anscheinend doch nicht an einer Kandidatur gehindert.

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