Mit den schweren Betrugsvorwürfen – es steht ein Schaden von knapp einer Million Euro im Raum – beim Regionalverein „Mühlviertler Kernland“ hat sich nun der Landtag beschäftigt. Genauer gesagt ÖVP-Landesrätin Michaela Langer-Weninger. Sie schildert, wie über Jahre Rechnungen „erfunden“ wurden.
Seit September gehen im Mühlviertel die Wogen hoch. Wie berichtet, wurde die Geschäftsführerin des Vereins „Mühlviertler Kernland“ mit ausschließlich Bürgermeistern aus der Region im Vorstand fristlos gekündigt. Ihr wird schwerer gewerbsmäßiger Betrug, Untreue und Urkundenfälschung vorgeworfen, es gilt die Unschuldsvermutung.
Auffällige Bargeldzahlungen
Über mehrere Jahre sollen Abrechnungen, Barauszahlungen und Umsatzlisten gefälscht worden sein. Wie aus der schriftlichen Beantwortung der Landtagsanfrage der SPÖ an Langer-Weninger hervorgeht, sollen zudem über Jahre unzählige Bargeldzahlungen erfunden und in die eigene Tasche ausbezahlt worden sein. Der Betrag lag knapp unter 5000 Euro, womit laut Vereinsregular keine Freigabe der Zahlung durch weitere Personen notwendig war.
Verein hoch verschuldet?
Aus Kreisen des Regionalvereins kommt deshalb Kritik an den Kassaprüfern auf. Ihnen hätten die vielen Bargeldabhebungen und Überweisungen auffallen sollen. Tatsächlich deckten Landesprüfer den Fall auf. Ungewöhnlich ist, dass der Verein sechs Konten haben soll. Zusammengerechnet dürfte das Minus bei den Banken 430.000 € ausmachen. Diese Summe übersteigt das Jahres-Budget des Vereins von knapp 330.000 €.
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