Montfortbrücke

Feldkirch steht Riesenbaustelle ins Haus

Vorarlberg
26.11.2024 17:26
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Da Starkregenereignisse immer weiter zunehmen, reagieren viele Kommunen mit dem Ausbau ihres Hochwasserschutzes. Feldkirch ist da keine Ausnahme. Im kommenden Jahr wird die Montfortbrücke erneuert, die Bauarbeiten sind für zwei Jahre anberaumt. 

Um die Montfortbrücke und damit die Feldkircher Innenstadt vor den Gefahren eines hundertjährlichen Hochwassers zu schützen, muss die Brücke rund eineinhalb Meter angehoben werden, um auch bei Hochwasser einen Mindestabstand von einem Meter – das sogenannte Freibord - zwischen dem Hochwasserspiegel und der Brückenunterkante einhalten zu können. So kann die Gefahr von Verklausungen durch Treibgut minimiert werden. Das erfordert umfangreiche Bauarbeiten und Ausweichrouten. So werden im kommenden Frühjahr sowohl eine temporäre Brücke für den Autoverkehr als auch ein separater Behelfssteg für Fußgänger errichtet. Im August wird dann mit dem Abbruch der alten Brücke und dem Neubau begonnen. Für spätestens Dezember 2026 ist schließlich die Freigabe des Verkehrs über die neue Brücke vorgesehen.  

Insgesamt sind zwei Jahre Bauzeit eingeplant. Die Baustelle erfordert einige Umleitungen. Für Radler werden diese über die Heilig-Kreuz-Brücke und den Illsteg geführt. Auch der Busverkehr wird beeinträchtigt sein. 

Einschränkungen im Stadtverkehr
„Uns ist bewusst, dass die Baustelle Montfortbrücke eine Einschränkung für viele Feldkircher und Feldkircherinnen, aber auch für Pendler und Pendlerinnen bedeutet“, erklärt Bürgermeister Rädler. „Mit Blick auf die Hochwasserereignisse der letzten Monate bitte ich um Verständnis für diese unumgänglichen Maßnahmen. Ein Hochwasser, wie jenes von 1910 als die Innenstadt bis zu 2,5 Meter unter Wasser stand, würde heute einen Schaden von über 70 Millionen Euro verursachen.“

Bis zum Ende 2026 sollen sämtliche Maßnahmen fertiggestellt sein. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 24 Millionen Euro. Diese Kosten teilen sich der Bund, das Land und der Wasserverband Ill-Walgau im Verhältnis 40/40/20.

Detaillierte Pläne und Updates zu den Verkehrsführungen sind unter www.feldkirch.at/montfortbrücke abrufbar.

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