Regierung greift ein
Dänemark: Lehrer-Aussperrung nach vier Wochen vorbei
Die kommunalen Arbeitgeber hatten unmittelbar nach den Osterferien 70.000 Lehrer der ersten bis neunten Klassen an allen Schulen ausgesperrt. Sie wollten damit längere Unterrichtszeiten und flexiblere Arbeitszeitregeln erzwingen. Diese sollen nun gesetzlich festgeschrieben werden. Betroffen von der Aussperrung waren 900.000 Schüler an sämtlichen Gesamtschulen sowie einigen anderen Schularten (siehe Infobox).
Die Lehrer waren in den vergangenen Wochen ihrerseits mehrfach auf die Straßen gegangen, um gegen die Aussperrung zu protestieren. Vor zwei Wochen beispielsweise demonstrierten etwa 35.000 Pädagogen - die Hälfte aller von der Aussperrung betroffenen Lehrer - vor dem Parlament in der Hauptstadt Kopenhagen (Bild). Am Tag davor bildeten erzürnte Lehrer eine 35 Kilometer lange Menschenkette zwischen Kopenhagen und der Kleinstadt Roskilde.
Zwangsferien als Herausforderung für Familien
Nach Umfragen unterstützte die Mehrheit der 5,6 Millionen Dänen die Lehrer in dem auch international beispiellosen Arbeitskampf. Allerdings wuchs zuletzt die Unzufriedenheit mit den anhaltenden Zwangsferien, die Hunderttausende Familien vor enorme praktische Probleme bei der Kinderbetreuung stellten.
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