"Extrem gewalttätig"
F: Schwere Krawalle nach Beschluss der “Ehe für alle”
Die Demonstration gegen den endgültigen Beschluss der Ehe-Reform durch das Parlament in der französischen Hauptstadt (siehe Infobox) hatte am Dienstagabend geordnet begonnen. Um kurz vor 22 Uhr riefen die Organisatoren die Teilnehmer via Lautsprecher dazu auf, friedlich nach Hause zu gehen.
Polizei setzte Tränengas ein
Eine Stunde später waren jedoch noch Hunderte Demonstranten auf den Pariser Straßen. 50 bis 100 von ihnen - einige waren vermummt - provozierten die Ordnungskräfte, die den Zugang zur Nationalversammlung abriegelten, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die Randalierer bewarfen die Sicherheitskräfte mit Knallkörpern, Flaschen und anderen Wurfgeschossen. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Tränengas.
Auseinandersetzungen "extrem gewalttätig"
Doch auch dadurch ließen sich einige Demonstranten nicht von ihren Angriffen abhalten. Sie warfen von einer Baustelle entwendete Pflastersteine, Absperrgitter und Eisenstangen in Richtung der Beamten. "Die Auseinandersetzungen waren extrem gewalttätig", hieß aus Polizeikreisen. Ein Beamter wurde demnach von einem Pflasterstein am Kopf verletzt.
Die Randalierer beschimpften auch Journalisten und nannten sie "Kollaborateure". Einige wurden auch tätlich angegriffen.
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