500.000 Euro wert
Nashornköpfe aus Museum in Dublin gestohlen
Wegen früherer Diebstähle aus Museen und privaten Sammlungen in aller Welt waren die Ausstellungsstücke vor einem Jahr aus den öffentlichen Räumen des Museums in ein Lager gebracht worden. Ein Sprecher des Museums ging davon aus, dass die Nashornköpfe "für den illegalen Handel mit Hornpulver gestohlen worden sind".
Hörner in Asien begehrt
Vor allem in Asien sind die zu Pulver zermahlenen Hörner wie auch Tigerhoden, Seepferdchenmehl und Leopardenknochen als Medikament in der traditionellen chinesischen Medizin begehrt. Dem Heilmittel "Rinoceri cornu" wird eine fiebersenkende Wirkung zugesprochen. Es wird außerdem bei Krämpfen, Blutungen, infektiösen Erkrankungen und Bewusstseinstrübung eingesetzt. Zusätzlich sorgt der Glaube an die potenzfördernde Wirkung des Horns für eine große Nachfrage.
Auch Fälle in Österreich
Auch in Österreich kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Diebstählen von Rhinozeros-Hörnern (siehe Infobox). So wurde etwa im November 2011 eine Nashorn-Trophäe aus dem Wiener Dorotheum entwendet. Einen Tag später schlugen unbekannte Täter erneut zu und stahlen einem Tierpräparator sein am Vortag im Auktionshaus ersteigertes Rhinozeros-Horn. Der Präparator in Wien-Margareten wurde dann im Februar 2012 erneut überfallen, wobei damals sein Sohn den flüchtenden Dieben die Beute wieder entreißen konnte.
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