St. Pöltner ÖVP fordert Shuttleservice der Stadt für Kinder aus Harland, SPÖ kontert mit Logistikproblemen und setzt auf rasche Sanierung bis Jahresende.
Für viele Kinder aus Harland ist die Flutwasser-Katastrophe immer noch allgegenwärtig. Denn aufgrund massiver Beschädigungen am Gebäude ihres Kindergartens müssen sie in ein Ersatzquartier im neuen Grillparzer-Campus in St. Pölten ausweichen.
„Die Eltern müssen eineinhalb Stunden Busfahrt oder das morgendliche Verkehrschaos rund um den Campus in Kauf nehmen“, erkärt ÖVP-Gemeinderat Alexander Thallmeier. Doch dem ersehnten Gemeinschaftstransport sei von der SPÖ eine Abfuhr erteilt worden. „Die Stadtregierung wollte dafür keine Mittel umschichten“, so Thallmeier.
Die Stadt kontert hingegen den Vorwürfen: Ein Hol-/Bring-Dienst sei intensiv diskutiert worden, logistisch und organisatorisch aber eine Herausforderung. „Voraussichtlich wären zumindest fünf Fahrten täglich nötig, um die unterschiedlichen Bedürfnisse – etwa Abfahrtszeiten, Retourfahrten mit und ohne Nachmittagsbetreuung, Mittagessen – abdecken zu können. Ebenso sei zu klären, wer für die Kinder ab zwei Jahren in der Zeit verantwortlich ist“, heißt es auf „Krone“-Anfrage. Nach derzeitigem Stand hofft man, die Sanierungsarbeiten in Harland noch im Dezember abschließen zu können.
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