Fußgängerzone, Sackgasse: Die neu geschaffene Verkehrssituation soll für weniger Autos vor dem Schulcampus in St. Pölten sorgen, führt aber bei Eltern und Anrainern zu großer Skepsis. Für sie gibt es dort nun zu wenige Parkmöglichkeiten.
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres müssen sich unzählige Eltern in St. Pölten an eine neue Verkehrssituation gewöhnen. Durch den Bau des neuen Schulcampus, dem auch Volksschule und Kindergarten angehören, soll nämlich dieser Bereich deutlich entlastet werden. Der Teil der Grillparzerstraße, der zuvor noch als Durchfahrt in die Josefstraße genutzt worden war, wurde zur Fußgängerzone umgewandelt.
Ein Blick ins Gesicht
Die Maria Theresia-Straße wurde daher folgerichtig zur Sackgasse. Weil diese aber eigentlich eine Einbahnstraße ist, wurde diese Regelung im letzten Abschnitt aufgehoben und direkt vor der Schule ein Umkehrplatz geschaffen. An der Breite der Straße hat sich aber nichts verändert, mittels Parkverboten wurden nur vereinzelt Buchten zum Ausweichen geschaffen. Daher konnten sich am ersten Schultag häufig Autolenker direkt ins Gesicht blicken.
Das ganz große Chaos blieb zwar dank Polizeipräsenz aus, die Freude hält sich allerdings in Grenzen. Aus mehreren Gründen. Anrainer kritisieren den Verlust der ohnehin raren Parkplätze vor allem in der neuen Fußgängerzone. Und Eltern, die ihre Kleinen zur Schule bringen, beklagen die fehlenden „Kiss&Go“-Plätze.
Stadt nahm vom Umbau Abstand
Letztere wären allerdings zusammen mit weiteren Parkplätzen, wie berichtet, durch einen Umbau der Grillparzerstraße ursprünglich sogar geplant gewesen. Weil diese Stellplätze aber am Schulgarten errichtet worden und dafür einige Bäume zum Opfer gefallen wären, stieg der Elternverein mit Unterstützung der Grünen auf die Barrikaden. Mit Erfolg. Die Stadt nahm vom Umbau der Straße Abstand.
Die Verkehrsberuhigung selbst stand aber nie zur Debatte, wie man im Rathaus betont: „Die Schülerströme durch den neuen Campus haben diese notwendig gemacht.“ Gleichzeitig verweist man darauf, dass vor allen Pflichtschulen und Kindergärten in der Landeshauptstadt einheitliche 30-km/h-Beschränkungen gelten. Jeweils von 7 bis 16 Uhr gelten sie vor Schulen an Schultagen und vor Kindergärten an Werktagen. „Wichtig ist jedoch, dass alle Verkehrsteilnehmer sich verantwortungsvoll verhalten“, so ein Stadtsprecher.
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