Besser hätte es dieses Jahr fast nicht laufen können, ist doch der Namensgeber drehbuchgerecht wieder zurück an der Spitze. Dennoch stellt "Tiger Woods PGA Tour 14" eine gewisse Zäsur dar. Die nächste Version wird wohl bereits auf den neuen Konsolen von Sony und Microsoft erscheinen. Umso interessanter ist daher, welche Neuerungen sich die Entwickler quasi für die Abschiedsvorstellung auf den "alten" Konsolen einfallen haben lassen.
Erstmals alle vier Majors vereint
Das Wichtigste zuerst: Erstmals dürfen alle vier Majors - das Masters Tournament, die U.S. Open, die Open Championship und die PGA Championship - gespielt werden. Wie gehabt, kann auch an der LPGA – die Profiliga der Damen – teilgenommen werden. Insgesamt darf man sich auf 20 Plätzen und mit über 20 Profis messen, darunter Tiger Woods und Bubba Watson, aber auch Legenden wie Jack Nicklaus oder Arnold Palmer. Einige der Kurse sind jedoch nur gegen eine Extragebühr zu bespielen. Die Anzahl der bereits enthaltenen Plätze ist aber durchaus – noch – ausreichend.
Zurück zu den Wurzeln
Nette Zusatzfeatures sind die einstellbaren Tageszeiten sowie die Wetterverhältnisse. Während ein Spiel an einem lauen Abend in den letzten Sonnenstrahlen und mit einer leichten Brise von der angrenzenden Küste schon fast ein meditativ-entspannendes Erlebnis ist, stellt eine stürmische Partie in der Nacht eine besondere Herausforderung an die eigene Nervenstärke dar. Für Unterhaltung sorgt auch der "Legends of the Major"-Modus. Im Rahmen teilweise leider etwas kurz geratener Herausforderungen gilt es, sein Können bis hin zu den Anfängen des Golfs zu beweisen. Ein grafischer Filter, der die Optik alter Filmaufnahmen nachahmt, schafft in Verbindung mit der damals gängigen Golfbekleidung die passende Atmosphäre.
Leichte Zugänglichkeit
Ansonsten hat sich bei den Spielmodi nicht viel geändert. Herzstück ist nach wie vor die Karriere, gefolgt vom Online-Spiel gegen andere Golfer oder Golfklubs. Die im Spiel enthaltenen Profis zeigen auf den Plätzen ihr für sie typisches Spiel. Anhand verschiedener Attribute ergeben sich dadurch ganz individuelle Spielstile, wobei der Spieler angepasst an die besonderen Fähigkeiten vorgehen sollte.
Die Steuerungsmethode wurde – glücklicherweise - keinen einschneidenden Änderungen unterworfen. Mit dem linken Analogstick wird wie gehabt ausgeholt und geschlagen. Profis können die Fußstellung sowie den Schlagpunkt am Ball einstellen und ihm bei Bedarf einen Effet mitgeben. Anfänger erfreuen sich hingegen am ausführlichen Tutorial und der leichten Zugänglichkeit, die ohne große Übung erste kleine Erfolge zulässt.
Grafisch hat sich so gut wie nichts beziehungsweise nur in kleinen Details etwas getan. Der nächste Evolutionsschritt ist aber mit der kommenden Konsolengeneration wohl nicht mehr sehr fern.
Fazit: "Tiger Woods PGA Tour 14" bleibt die unangefochtene Referenz der Golfsimulationen. Die Präsentation hat sich zwar nur marginal geändert, dafür haben sich ein paar sehr unterhaltsame Zusatzfeatures hinzugesellt, die dem Spielspaß merkbar zuträglich sind. Besonders gefällt die spielerische Breite, die sowohl Anfänger als auch Profis ein herausforderndes, aber nie unfaires Spielerlebnis bietet.
Veränderungen zum Vorgänger: Wie meistens brauchen Besitzer der letzten Version die aktuelle nicht unbedingt. Dafür sind die Neuerungen insgesamt zu gering ausgefallen. Golfenthusiasten sollten aber allein ob der Möglichkeit, endlich alle vier Majors spielen zu können, zugreifen.
Plattform: PS3 (getestet), Xbox 360
Publisher: EA Sports
krone.at-Wertung: 8/10
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