Korruptionsskandal
Brasilien: Ex-Präsident Lula im Visier der Ermittler
Konkret ging es nach Angaben des wegen seiner Verwicklung in den Skandal verurteilten Geschäftsmannes um die Zahlung von umgerechnet 5,4 Millionen Euro an Lulas Arbeiterpartei im Jahr 2005.
Abgeordnete der Partei spielen die Hauptrolle in einer Affäre um Stimmenkauf, Bereicherung, Geldwäsche, Betrug und Korruption während der ersten Amtszeit von Lula da Silva. In einem von brasilianischen Medien als "Jahrhundertprozess" bezeichneten Verfahren wurden Ende vergangenen Jahres 25 Politiker, Juristen und Unternehmer für schuldig befunden, zwischen 2003 und 2005 in die Bestechung von Parlamentariern verwickelt gewesen zu sein.
Lula hatte sich nach der Aufdeckung des Skandals im Namen seiner Partei für den Stimmenkauf im Parlament entschuldigt und erklärt, nichts davon gewusst zu haben. Die Affäre schien 2006 Lulas Wiederwahl zu gefährden. Er wurde aber wiedergewählt, die Arbeiterpartei ist auch heute - unter Präsidentin Dilma Roussef - noch an der Macht.
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