Im Kampf gegen Assad

Bericht: CIA liefert Infos an syrische Rebellentruppen

Ausland
23.03.2013 14:42
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA versorgt die Rebellen in Syrien offenbar mit Erkenntnissen zur Lage in dem Bürgerkriegsland. Ziel sei es, ausgewählte Gruppen der Aufständischen im Kampf gegen Staatschef Bashar al-Assad zu stärken, berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag. Die CIA arbeite unter anderem mit Kämpfern der Freien Syrischen Armee zusammen, die sich vornehmlich aus Deserteuren der regulären syrischen Streitkräfte zusammensetzt.

Dem Bericht zufolge ist die CIA unter anderem in der Türkei aktiv. Dort kontrolliere sie Rebellen, die von Golfstaaten mit Waffen versorgt würden. Es bestehe die Befürchtung, dass diese Waffen in die Hände islamistischer Aufständischer gelangen könnten. Die Freie Syrische Armee, die der Geheimdienst laut dem Bericht unterstützt, ist dagegen säkular orientiert.

Um zu verhindern, dass Rebellen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida vom Irak aus über die Grenze nach Syrien gelangen, arbeite die CIA außerdem mit Antiterror-Eliteeinheiten im Irak zusammen. Kommandeure syrischer Oppositionstruppen sagten der Zeitung, die CIA bilde gemeinsam mit britischen, französischen und jordanischen Geheimdiensten Aufständische an verschiedenen Waffengattungen aus.

Die USA lehnen ein direktes militärisches Eingreifen in den syrischen Konflikt weiterhin ab. Vor einer Woche hatte die "Los Angeles Times" allerdings berichtet, die CIA bereite Drohnenangriffe auf radikale Islamisten in Syrien vor. Washington unterstütze außerdem Überlegungen Frankreichs und Großbritanniens, Waffen an die syrischen Rebellen zu liefern.

EU mehrheitlich gegen Waffenlieferungen
Eine gemeinsame Haltung der EU zum auslaufenden Waffenembargo gegen Syrien ist unterdessen nicht in Sicht. Paris und London plädieren weiter für ein Ende des Embargos. Nach einer Diskussion der EU-Außenminister am Samstag sei jedoch "klar geworden, dass der Großteil der Europäischen Union keine Veränderung unserer Politik will", sagte Außenminister Michael Spindelegger.

"Wir versuchen, dass wir mit einem Waffenembargo weniger Waffen nach Syrien bringen und nicht mehr. Das sehe ich auch für die Zukunft als die richtige Linie", so Spindelegger weiter. Bis Anfang Juni will die EU sämtliche Sanktionen gegen Syrien, darunter auch das Waffenembargo, überprüfen. Die Maßnahmen laufen Ende Mai aus und können nur einstimmig von den 27 EU-Staaten verlängert werden.

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