Ach was haben wir nicht alles allein seit dem Wahlsonntag vor einer Woche zu hören bekommen. Rechtfertigungen, Selbstbejubelungen, manch Unfug. Vor der Wahl hörten wir von den Kandidaten, wenn sie zu möglichen Koalitionen befragt wurden, zunächst sei der „Souverän“, der Wähler am Wort.
Und was passiert, wenn der Wähler seine Stimme abgegeben hat? Dann interpretiert jede Partei das Votum zu ihren Gunsten. Als hätten vergangenen Sonntag alle dazugewonnen. Dabei haben da einzig die Freiheitlichen (gewaltig) und die NEOS (ein bisschen) ihren Stimmanteil vergrößern können.
Haben nun, nachdem der Souverän entschieden hat, die mehr oder weniger Gewählten verstanden, was die Wähler wollten?
Die freiheitlichen Sieger leiten von ihrem Ergebnis ab, dass die Österreicher Herbert Kickl als Kanzler wollen. Dafür hätte er aber nicht 28, sondern 50 Prozent gewinnen müssen.
Die Noch-Kanzlerpartei ÖVP meint, weil sie ein besseres Ergebnis erzielte als vor ein paar Monaten prognostiziert, sei sie auch ein Gewinner. Und was bei der Babler-SPÖ „gewinnend“ war, bleibt noch schleierhafter als vieles andere, das wir gehört haben.
Haben die Politiker die Stimme Österreichs gehört? Man muss auch eine Woche nach der Wahl befürchten: Sie haben es noch immer nicht verstanden.
Einen schönen Sonntag mit Ihrer „Krone“!
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