Die Novelle der Baumschutzverordnung aus dem Jahr 1992 tritt ab sofort in Kraft. Mehr Bäume werden künftig in der Landeshauptstadt unter Schutz gestellt. Damit reagiert die Stadt auf den Klimawandel.
„Es ist höchste Zeit, zu handeln! Der Schutz unserer Bäume ist unverzichtbar, um dem Klimawandel und den zunehmenden Hitzewellen entgegenzuwirken. Sie helfen, unsere Städte abzukühlen und tragen entscheidend dazu bei, die Auswirkungen extremer Temperaturen zu mildern“, erklärt Planungsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste).
Eine der zentralen Neuerungen betrifft den Stammumfang, ab dem Bäume unter Schutz gestellt werden. Bisher wurde nach Baumart unterschiedlich (beispielsweise Eibe ab 50 cm, Fichte ab 120 cm) entschieden, ab wann der Schutz gilt. Ab sofort wird einheitlich festgelegt, dass alle Laub- und Nadelbäume mit einem Stammumfang von mindestens 55 cm geschützt sind. Dies gilt auch für mehrstämmige Bäume, wenn die Umfänge zusammen diesen Wert erreichen.
Ein weiterer Punkt sieht bei Erstpflanzungen „klimafitte“ Bäume vor. So sollen vermehrt Spitz-Ahorn und Winter-Linden gesetzt werden. Diese können mit der Erwärmung und Trockenheit besser umgehen.
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