"Diskriminierend"
Ex-US-Präsident Clinton macht sich für Homo-Ehe stark
Clinton erklärte, er hätte das Gesetz zur Verteidigung der Ehe (DOMA) 1996 nicht in Kraft setzen sollen. In dem Gesetz wird die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau festgeschrieben. Nur heterosexuelle Ehepartner können demnach Vorteile in Bereichen wie Steuern, Erbschaft und Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Das Gesetz sei "diskriminierend" und müsse gekippt werden, erklärte der Ex-Präsident nun.
Grundsatzurteil des Höchstgerichts erwartet
Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich am 26. und 27. März mit der Rechtmäßigkeit der Homo-Ehe. Neben dem DOMA, das die Eheschließung Partnern des gleichen Geschlechts auf Bundesebene untersagt, entscheiden die Obersten Richter dabei auch über ein per Volksentscheid erlassenes Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen im Bundesstaat Kalifornien. Ein Urteil wird im Frühsommer erwartet.
Die Rechte von Homosexuellen gehören zu den heikelsten gesellschaftlichen Themen in den USA. Die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare ist in neun Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington zulässig, in 31 Staaten ist sie verboten. In den übrigen Bundesstaaten gibt es keine ausdrückliche gesetzliche Festlegung.
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