Der prestigeträchtigste Erfolg für Kamala Harris bei ihrem TV-Duell mit Donald Trump, ihrem Konkurrenten im Rennen um das Weiße Haus, war, dass sie Taylor Swift auf ihre Seite gezogen hat. Und mit ihr vermutlich sehr viele ihrer Swifties, also ihrer Fans. Und auch sonst hat die amtierende Vizepräsidentin mit ihrem Auftritt wohl so manchen bisher unentschlossenen Amerikaner für sich gewinnen können.
Harris hat ihre Chancen bei der Wahl am 5. November damit sicherlich verbessert. Mehr aber auch nicht. Die große Vorentscheidung, die von vielen im Vorfeld des TV-Duells erwartet worden war, hat dieser erste persönliche Schlagabtausch der beiden Kandidaten nicht gebracht. Das Rennen um den Einzug ins Weiße Haus bleibt nach wie vor offen.
Harris und Trump liegen in den wichtigsten landesweiten Umfragen nahezu gleichauf – mit leichtem Vorteil für die Vizepräsidentin. Ihr Vorsprung ist aber marginal, keinesfalls statistisch signifikant.
Bundesweit erhobene Zahlen haben in den USA aber wenig Bedeutung, wird die Präsidentschaftswahl doch aufgrund des Wahlrechtes nicht von der Bevölkerungsmehrheit entschieden, sondern von der Anzahl an Wahlmännerstimmen, die von den Kandidaten in den einzelnen Bundesstaaten gesammelt werden.
So hat Hillary Clinton im Jahr 2016 entgegen allen Umfragen gegen Trump verloren – obwohl sie bundesweit fast drei Millionen Stimmen mehr hatte.
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